Blog vom 27. März 2023

Nr. 28

Köln-Roggendorf/Thenhoven

Welch' lustiges Miteinander ...

Mit Freude und Dank blicken die Mitglieder des Spielmannszuges Kölns RoThe auf ihre erste Session als Regimentsspielmannszug des Kölner Husaren-Korps’ von 1972 e.V. (KHK) zurück. Der Rosenmontag war für alle ein überwältigendes, wenn auch durch ungewohnte Längen teilweise anstrengendes Erlebnis.

Am 29. Januar 2023 begann mit dem Damenfrühschoppen des KHK in der Wolkenburg die heiße Phase. Für einige war es selbsterklärend die erste Damensitzung in ihrem Leben. Es gelang auf Anhieb, die anwesenden Gäste durch den Auftritt zu begeistern. So ging es doch auf der Prunk- und Kostümsitzung zwei Wochen später ein wenig gediegener zu. Das gesamte musikalische Programm wurde mit der Sitzungskapelle Touché dargeboten.

Nach einem „Auswärtsspiel“ in Euskirchen-Frauenberg am Samstag, dem 4. Februar 2023 begleitete man das KHK und das Kölner Dreigestirn bei ihrem Auftritt „Jeck an Gleis 1“ an der Bahnhofsmission am Freitag, dem 10. Februar 2023. Ein kurzweiliges und knackiges Stelldichein. Viele Anwesende waren auch zwei Tage später in der Wolkenburg zu Gast, als man unter der Leitung Jupp Menths, bekannt als „Ne Kölsche Schutzmann“, im Elferrat bei der 12. Kölschen Fastelovendsitzung för ärm Lück zugegen war und das ganze einmal aus einer anderen Perspektive erleben durfte. Hier online zu sehen.

Am Karnevalssamstag zog man bei der Seniorensitzung in Köln-Junkersdorf auf, die vom dortigen Pfarrer Dr. Fey geleitet wurde. In seiner Funktion als Regimentspfarrer des KHK moderierte er souverän die Prunk- und Kostümsitzung eine Woche vorher. Hierfür kaufte er eigens für 100 ukrainische Gäste Karten, um ihnen das rheinische Brauchtum näher zu bringen. Ihm zur Seite stand die bezaubernde Svetlana, die die Ansagen auf Ukrainisch übersetzte.

Der Fackelzug in Köln-Worringen und der Escher Karnevalszug schlossen sich am Samstagabend und am Sonntag an. Sonntags zeigte sich der Spielmannszug Kölns RoThe einmalig in dem Kostüm als Hänneschen und Bärbelchen.

Am Rosenmontag wurde der Spielmannszug in Roggendorf/Thenhoven standesgemäß mit einem roten Bus abgeholt. In der Kantine des Polizeipräsidiums stärkten sich alle Zugteilnehmer des KHK kräftig mit einem reichhaltigen Frühstück, bevor es um 11:00 Uhr zum Aufstellplatz an der Messe ging.

Ein Zug mit unvorhersehbaren Längen, jedoch in seiner Gänze mit einer Power, durch die man durch die Stadt getragen wird. Was haben die älteren Spielleute ihn doch vermisst … Tatsächlich wurde 65 mal gespielt. Rechtsrheinisch an den WDR-Kameras vorbei wurde die Samba Mer bruchen keiner gespielt. Unter Sachsenhausen löste das Ständchen während einer längeren Pause mit Echte Fründe un ein Pizza, Mer bruchen keiner und Denn wenn et Trömmelche jeiht wahre Begeisterungsstürme aus. Da bekamen einige Husaren laut eigener Aussage Gänsehaut. Auf der Schildergasse war der Moderator an der Bühne der Meinung, dass hier eine „Kapelle mit Charakter“ spiele, denn vorgetragen wurde eines der beiden Walzermedleys vor, dessen erstes Lied Blootwoosch, Kölsch … ist, über das in der Session eine Diskussion entbrannt ist.

Bei der Après-Feier in der alten Dorfkirche in Köln-Junkersdorf dankte der Kommandant des KHK seinem Spielmannszug euphorisch mit dem Wort „Mega!“ für das Dargebotene. Dieser Spieleinsatz kann als herausragende Teamleistung gesehen werden, da einige gesundheitlich angeschlagen mitliefen und durchhielten.

Das Fischessen im Restaurant & Cafeteria im Gästehaus der Deutschen Sporthochschule am darauffolgenden Samstag entwickelte sich zu einem sehr feucht-fröhlichen Abend. Der Vorsitzende des Spielmannszuges und sein Stellvertreter dankten hierbei für eine tolle Session, die herzliche Aufnahme, das stets lösungsorientierte Handeln und das durchweg lustige Miteinander. Der Dank ging besonders an Kommandant Willi Engels und seiner Ehefrau, Kammerwartin Irmgard Engels-Pröhl, denen ein Gutschein für gechilltes Cruising mit der Köln-Düsseldorfer geschenkt wurde. Die Chemie zwischen beiden Gruppen stimmt …

Abschließend ging es zur 21. Kavalcade der Escher Fuesend in Esch an der Alzette in Luxemburg am Sonntag, dem 5. März 2023. Gruppen aus fünf Staaten waren zugegen, um gemeinsam am Umzug teilzunehmen und andere Arten des Karnevals kennenzulernen. Für die Mitglieder des Spielmannszuges Kölns RoThe war es krankheitsbedingt der erste Auftritt ohne deren Damen. Nach einem Umzug mit zu deutlichen Verzögerungen erinnerte die Rückfahrt an legendäre Vereinsfahrten. Das Kölner Liederrepertoire wurde textfest geschmettert und alle blickten selig auf die gemeinsame Zeit zurück.

Auf der 28. ordentlichen Versammlung am Freitag, dem 13. Januar 2023 fanden die turnusgemäßen Neuwahlen statt. Auf eigenen Wunsch schied Schatzmeister Abbas Marufkhani nach zwei Jahren erfolgreicher Tätigkeit aus seinem Amt aus, das Sabrina Helmes übernahm. Alexander Helmes’ Nachfolger als Schriftführer wurde George Heba Boian.

(Fotos folgen ...)

WorringenPur.de vom 27. März 2023