Blog vom 22. März 2021

Nr. 18

Köln-Roggendorf/Thenhoven

Teenager in der Zugleitung! Das Ende einer Vorstandsära

Die Mitglieder des Spielmannszuges Kölns RoThe 2014 haben sich am 24. Januar 2021 per Videokonferenz zur 22. ordentlichen Versammlung zusammengeschaltet, um u. a. die turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes und der Zugleitung abzuhalten. Bei den Neuwahlen wurde ein deutlich jüngerer Vorstand und Zugleitung gewählt. Der jüngste Gewählte übernimmt gleich zwei Ämter und ist nicht einmal volljährig.

Zwei mal 50 Jahre Spielmann und Schütze – Das Ende einer Vorstandsära
Nach jahrzehntelangem Engagement in Vorständen des Roggendorf/Thenhovener Spielmanns- und auch Schützenwesens geben die Brüder Raimund Helmes und Roland Helmes wie Ende 2018 angekündigt und geplant ihre Verantwortung weiter. Früh hatten die beiden Verantwortung übernommen. „Wir haben erkannt, dass ein gut florierender Verein eine natürliche Dynamik erleben muss, um Konstanz zu haben. Dies ist kein Widerspruch,“ so Raimund Helmes, ehemaliger Vorsitzender über seine Entscheidung das Amt weiterzugeben.
Von Gründung 2014 an war Raimund Vorsitzender des Spielmannszuges und somit maßgeblich an der Entwicklung von Kölns RoThe beteiligt. Ebenso Roland Helmes, der sich bis 2016 als stellvertretender Vorsitzender und danach als Schatzmeister um den Verein kümmerte.
Doch die Vorstandsarbeit im Spielmannswesen begann nicht erst mit der Gründung von Kölns RoThe. Seit Mitte der 1980er Jahren arbeiteten sie nahezu durchgehend in verschiedenen Vorständen und Funktionen für das heimische Spielmanns- und auch Schützenwesen. Von den sehr guten Kontakten zehrt Kölns RoThe bis heute und ist auch dank der ehrenamtlichen Arbeit der beiden heute eine nachgefragte Adresse in der regionalen Brauchtumsszene.
Bereits nach den vergangenen Wahlen Ende 2018 hatte beide ihre letzte Amtsperiode angekündigt, damit die Jugend von Kölns RoThe nachrücken kann. Als aktive Spielmannspfeifer bleiben die beiden eine herausragende und verlässliche Säule im Klangbild des Spielmannszuges.

Große Fußstapfen für den neuen Vorsitzenden des Spielmannszuges
Markus Helmes, der jüngere Bruder der beiden, wechselt von der Zugleitung an die Vorstandsspitze. Seit der Gründung war er Tambourmajor und somit musikalischer Leiter des Spielmannszuges. „Was Raimund und Roland im Spielmanns- und auch im Schützenwesen vor allem seit den 1980er Jahren geleistet haben, kann man schwer in Worte fassen. Da ist jeder Dank zu klein,“ so Markus Helmes.
Das Amt als Tambourmajor und musikalischer Leiter bleibt durch die Wahl seines Sohnes Alexander Helmes in der Familie. Der 17-jährige leitet trotz seines Alters bereits seit über zwei Jahren die Tuttiproben von Kölns RoThe. Zwei Jahre lang sammelte er als stellvertretender Tambourmajor erste Erfahrungen. Als talentierter Waldhornspieler probt er zudem bei der Jugendkapelle des Musikvereins „Frohsinn“ Norf und der Vereinigten Jägerkapelle Straberg. Am 1. Juli 2021 beginnt er nach seinem Abitur den freiwilligen Wehrdienst beim Spielmannszug West des Musikkorps’ der Bundeswehr in Siegburg-Brückberg.
Rückendeckung bekommt er von seiner Stellvertreterin Virginia Steffens – der ersten Frau als Tambourmajorin in Roggendorf/Thenhoven. Die 21-jährige dient als Soldatin bereits seit Januar 2019 beim Spielmannszug West und bringt von dort das qualitative Rüstzeug mit.
Vervollständigt wird die Zugleitung durch Jan Arens. Der 18-jährige ist neuer Spieß. Das Durchschnittsalter der Zugleitung liegt somit bei nicht einmal 19 Jahren.
Im Vorstand kümmert sich fortan Abbas Marufkhani im Amt des Schatzmeisters um die Finanzen und das Inventar. Einzig im Amt verblieben und wiedergewählt ist Maximilian Helmes als stellvertretender Vorsitzender: „Wir, als neuer Vorstand und junge Zugleitung, müssen sicherlich erst mal in die Aufgaben hineinwachsen. Ich bin mir sicher, dass die Vereinsmitglieder dafür eine gute Wahl getroffen haben“.

Abschied eines Gründungsmitglieds
Gründungsmitglied Barbara Helmes gab zu Beginn der Versammlung ihren endgültigen Rückzug aus dem Verein bekannt, nachdem sie über ein Jahr lang bereits im Standby-Modus agiert hatte. Die Spielleute äußerten ihr Bedauern und dankten ihrer langjährigen Lyraspielerin.

2020 – das Beste daraus gemacht
Das Jahr 2020, das mit einer erfolgreichen und geselligen Karnevalszeit so gut gestartet war, hielt trotz der Corona-Pandemie unvergessene Highlights für die Spielleute bereit. Auch konnte der gemeinsame Zugabend am 2. Oktober unter Beachtung der Hygieneregeln in gewohnter Weise gefeiert werden. Ein Stück Normalität, das doch zufrieden auf 2020 zurückblicken lässt. Geprobt wird aktuell in verschiedenen Gruppen per Videoschalte, was gut umsetzbar ist und angenommen wird.

WorringerPur.de vom 22. März 2021, angepasst an neue Begrifflichkeiten in der Satzung